Abusus

Was ist ein Abusus?

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„Abusus“ ist ein Begriff aus der Medizin und Psychologie und bezeichnet den Missbrauch von Substanzen, Mitteln oder Verhaltensweisen. Er beschreibt die nicht bestimmungsgemäße, übermäßige oder schädliche Anwendung – zum Beispiel von Medikamenten, Alkohol oder Drogen – mit potenziell negativen gesundheitlichen, psychischen oder sozialen Folgen.

Herkunft:

Der Begriff stammt aus dem Lateinischen: abusus = „Missbrauch“.

Beispiele für Abusus

  • Medikamentenabusus: Einnahme von Schmerzmitteln über einen längeren Zeitraum ohne medizinische Notwendigkeit.
  • Alkoholabusus: Regelmäßiger übermäßiger Alkoholkonsum mit schädlichen Folgen.
  • Digitaler Abusus: Übermäßiger und zwanghafter Gebrauch von digitalen Medien oder sozialen Netzwerken.

Verwendung in der Fachsprache:

„Abusus“ wird insbesondere in der Suchtmedizin, Psychiatrie und Sozialarbeit verwendet, um zwischen gelegentlichem Gebrauch (Gebrauch), riskantem Konsum und Sucht zu differenzieren.

Verwandte Begriffe:

Missbrauch, Sucht, Abhängigkeit, Substanzgebrauchsstörung, Toleranzentwicklung.

Hinweis:

Nicht jeder Abusus führt automatisch zur Abhängigkeit, kann aber ein Risikofaktor dafür sein und sollte daher ernst genommen und ggf. behandelt werden.

Einordnung und weiterführende Informationen

Bei Medikamenten ist die Unterscheidung zwischen bestimmungsgemäßer Anwendung, problematischer Einnahme und Abhängigkeit wichtig. Eine ärztlich verordnete Behandlung ist nicht automatisch ein Missbrauch. Das Bundesgesundheitsministerium erläutert Hintergründe zu Medikamentenmissbrauch und Abhängigkeit. Wer den Begriff in einem Befund findet, sollte sich seine Bedeutung im konkreten Zusammenhang erklären lassen.

Ein verwandtes Thema ist die Polytoxikomanie, bei der mehrere psychotrope Substanzen eine Rolle spielen. Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Aspekte und sollten nicht pauschal gleichgesetzt werden.

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